1 Nassrasur - Rasurguru

Nassrasur

Ein Mann mit durchschnittlichem Bartwuchs rasiert sich in seinem Leben etwa 3500 Stunden lang. Viele Männer wählen hierfür die Nassrasur, da sie einige Vorteile bietet. Im Folgenden sollen die wichtigsten Fakten und Dinge, welche es hierbei zu beachten gibt dargestellt werden.

Wann ist eine Nassrasur sinnvoll?

Eine Nassrasur ist vor allem dann empfehlenswert, wenn ein sehr sauberes Ergebnis gewünscht wird. Dadurch ist es möglich auch speziellere Bartformen zu rasieren. Denn die Konturen werden durch eine Nassrasur besonders sauber.

Anleitung für die perfekte Nassrasur

Eine Nassrasur sollte wenn möglich am Morgen erfolgen. Etwa eine halbe Stunde nach dem Aufstehen kann damit begonnen werden, da ab diesem Zeitpunkt die Gesichtsmuskulatur erst richtig gefestigt ist. Wird diese Dauer nicht eingehalten, kann es schneller zu Verletzungen der empfindlichen Gesichtshaut kommen. Am besten sollte zuvor geduscht werden, da dann die Haut schon einmal schön weich für die Rasur ist.

Vor der Nassrasur muss eine gründliche Reinigung des Gesichts erfolgen. Ein passendes Pre Shave Mittel aus der Drogerie ist unbedingt nötig, wenn Hautirritationen vermieden werden sollen. In Verbindung mit viel lauwarmem Wasser, kann die Haut dann geschmeidig gemacht werden. Die Poren der Haut beginnen sich zu öffnen. Für eine Nassrasur wird nun zu einem Rasierpinsel gegriffen. Dieser wird mit der Rasierseife feucht gemacht. Auch diese kann mit etwas Wasser verdünnt werden.

Je empfindlicher die eigene Haut ist, desto vorsichtiger sollte vorgegangen werden. Das Wasser bildet zusammen mit der Rasierseife einen Schaum, wenn der Rasierpinsel in kreisförmigen Bewegungen durch die Seife gezogen wird. Alternativ kann natürlich auch direkt zu einem Rasierschaum aus der Dose gegriffen werden. Diese Alternative ist meist kostengünstiger und außerdem zeitsparender. Jedoch sollte das nur gemacht werden, wenn die eigene Haut relativ unempfindlich gegen Irritationen ist.

Die gekaufte Rasiercreme wird genau wie der angerührte Rasierschaum auf den Rasierpinsel gegeben. Alternativ kann dieser auch weggelassen werden. Der Schaum wird dann direkt mit den Händen im Gesicht verteilt. Es sollte jedoch immer darauf geachtet werden, den Schaum gründlich in die Haut einzumassieren. Der Schaum wird jetzt so lange verteilt, bis alle Bartstoppeln vollständig bedeckt sind. Wer sich dabei relativ lange Zeit lässt, der kennt das Problem, dass der Schaum bereits anfängt zu trocknen, bevor alle Bartstoppeln bedeckt sind. Dann sollte der Rasierschaum einfach mit etwas lauwarmem Wasser befeuchtet werden.

Im Anschluss wird nun etwa drei Minuten gewartet. Wenn die Haut eher empfindlich ist, kann diese Zeitdauer auch auf fünf Minuten ausgedehnt werden. Der nun zum Einsatz kommende Rasierer sollte auch wirklich scharf sein. Ist die Klinge bereits zu stumpf, wird es zu einem unangenehmen Ziehen und Reißen kommen. Besonders darin liegt meistens der Grund für Hautirritationen. Als grobe Einschätzung sei gesagt, dass die meisten Klingen bereits nach etwa sieben Rasuren beginnen stumpf zu werden. Kurz vor der Rasur sollten die Haare gegen ihre Wuchsrichtung aufgestellt werden. So kann im Anschluss ein saubereres Ergebnis erzielt werden.

Die Rasur an sich muss sollte immer in Haarwuchsrichtung erfolgen. Nur so können Rötungen und Verletzungen vermieden werden. Auch schmerzhafte eingewachsene Barthaare sind ansonsten schnell die Folge. Wer bereits solche hat, der sollte am Abend vor der Rasur seine Haut gründlich peelen. So öffnet sich die Verwachsung und der Rasur am nächsten Morgen steht nichts mehr im Weg. Besonders im Alter ist es wichtig, die Haut bei der Rasur straff zu ziehen. Dafür wird die Haut einfach in Richtung des Bartwuchses gespannt.

Die Rasierklinge sollte im Anschluss auf gar keinen Fall mit viel Kraft gegen die Haut gedrückt werden. Auch daran kann erkannt werden, ob der Rasierer noch ausreichend scharf ist. Gleitet er angenehm über die Haut, dann ist das der Fall. Es ist vorteilhaft, wenn die Rasur an den Wangen begonnen wird. Danach kann sich an den Hals und die Partie rund um die Lippen herangetastet werden. Zum Schluss sollte immer das Kinn rasiert werden.

Der Rasierer sollte nach jedem Zug gereinigt werden, damit die abrasierten Haare nicht zwischen den Klingen hängen bleiben. Dazu wird einfach das Waschbecken mit etwas Wasser gefüllt und der Rasierer darin ausgespült. Da durch jeden Rasierzug uch immer die Hautschicht angegriffen wird, sollte keine Stelle öfter, als nötig rasiert werden. Wer besonders gründlich sein möchte, erzeugt damit nicht selten ein unschöneres Ergebnis.

Nach der Rasur sollte das Gesicht zunächst mit kaltem Wasser gereinigt werden. Dadurch werden die Poren geschlossen. Sollte es doch zu kleineren Verletzungen gekommen sein, müssen diese abgedeckt werden. Hier kann es helfen, ein kleines Stückchen Küchenrolle auf der Stelle zu positionieren. So wird die Blutung sehr schnell gestoppt. Anschließend wird ein Aftershave aufgetragen. Dieses wird sanft in die Haut einmassiert und fördert die Regeneration der angegriffenen Haut. Der Rasierbrand wird dadurch vorgebeugt. Je empfindlicher die eigene Haut ist, desto milder sollte das Aftershave ausfallen. In der Drogerie finden sich hierzu spezielle Produkte für empfindliche Männerhaut.

Die Vorteile der Nassrasur

Die Nassrasur ist vor allem sehr gründlich. Die modernen Klingensysteme passen sich dabei perfekt dem Gesicht an, wodurch Verletzungen größtenteils vermieden werden. Durch die Feuchtigkeit, welche der Haut während einer Nassrasur verliehen wird, bleiben Hautirritationen meist aus und die Haut wird gleichzeitig gepflegt. Die Haut wird deshalb im Anschluss sehr weich sein. Darin liegt auch der Grund, warum viele Frauen Fan der Nassrasur sind. Außerdem können durch eine Nassrasur auch sehr genaue Konturen rasiert werden.

Die Nachteile der Nassrasur

Die Nassrasur hat ihren größten Nachteil darin, dass sie relativ aufwendig ist. Außerdem werden einige Produkte benötigt, was die Nassrasur auch nicht unbedingt kostengünstig macht. Vor allem die Rasierklingen, welche regelmäßig nachgekauft werden, sind relativ teuer. Jedoch lohnt es sich meist nicht, bei diesen zu sparen. Denn Hautirritationen sind die umnehmen Folgen, von zu stumpfen Klingen.

Im Vergleich: die Nassrasur und die Messerrasur/Trockenrasur

Die Messerrasur ist eine der anspruchsvollsten Arten sich zu rasieren. Die älteste der Rasiermethoden erlebt seit einigen Jahren ein echtes Comeback. Hier sollte jedoch beachtet werden, dass die Übung den Meister macht. So sind Schnitte und kleinere Verletzungen am Anfang leider völlig normal. Keine andere Methode ist jedoch so gründlich, wie die Messerrasur. Zwar erzeugt die Nassrasur auch ein sehr gründliches Ergebnis, mit dem einer Messerrasur kann die Nassrasur jedoch nicht mithalten. Besonders vor besonderen Veranstaltungen oder Terminen sollte eine solche Rasur, am besten professionell von einem Barbier oder Friseur durchgeführt werden. Für den Alltag ist sie hingegen nur geeignet, wenn derjenige echtes Fingerspitzengefühl mitbringt. Anfänger sollten, aus Sicherheitsgründen hingegen besser die Finger von einem Rasiermesser lassen.

Die Trockenrasur bietet den entscheidenden Vorteil, dass die Haut nicht vorbereitet werden muss. Außerdem müssen nicht ständig neue Klingen gekauft werden. Neben dem Rasierer an sich, ist außerdem meist nur ein Aftershave nötig. Damit zeigt sich diese Art der Rasur als zeitsparender und aufwandsärmer, als die Nassrasur. Verständlich, dass etwa jeder dritte Mann in Deutschland auf diese Methode zurückgreift. Jedoch sollte beachtet werden, dass sich meist bereits einige Stunden nach dem Rasieren wieder Bartstoppeln bilden. Die Trockenrasur ist also nicht so gründlich, wie die Nassrasur. Auch Entzündungen und eingewachsene Haare entstehen häufiger.