Fu Manchu

Fu Manchu Ratgeber

Wenn man den Fu Manchu Bart das erste Mal sieht, denken gerade Männer als erstes an die Helden ihres Lebens: Hulk Hogan und Sacha Baron Cohen, alias Borat. Ja, diese Bartform ist im wahrsten Sinne des Wortes speziell und einzigartig, sowohl in Form als auch in seiner Wirkung.

Der erste, der den Bart trug und dem die Bartform auch ihren Namen zu verdanken hat, war der Bösewicht Fu Manchu, gespielt von Christopher Lee, in Sax Rohmers Film „Der geheimnisvolle Dr. Fu Man Chu“ aus dem Jahr 1923. Charakteristisch ist die Form, die einem Hufeisen ähnelt. Der Bart besteht aus den Schnurrbarthaaren der Oberlippe.

Der Schnurrbart ist in diesem Fall an den Seiten länger, so dass die Enden vom Mund bis zum Kinn in Form von senkrechten Balken nach unten modelliert werden können. So entsteht die typische Hufeisen-Form. Dem Vorbild aus dem gleichnamigen Film folgten gerade in den 70-er und 80-er Jahren viele TV-Serienhelden und die Figuren in den elementaren Kung Fu-Filmen dieser Zeit.

Auch Sänger und Schauspieler eigneten sich den Fu Manchu an. Dazu gehören unter anderem Queen-Sänger Freddy Mercury, der deutsche Rapper Sido, die bereits erwähnten Borat und Hulk Hogan sowie US-Schauspieler Jack Nicholson. Seit je her gilt der Fu Manchu als Zeichen für das Männliche, Böse und Verwegene. Eine Zeit lang galt die Bartform übrigens auch als das Erkennungszeichen für Zuhälter im Rotlichtmilieu. Diese Ansicht hat sich glücklicherweise nicht bis heute gehalten.

Wer kann ihn tragen, den Fu Manchu?

Rein optisch gesehen kann jeder Mann, der ein rundes oder ovales Gesicht hat, den Fu Manchu perfekt tragen. Vorab sollte man aber wissen, dass sowohl Pflege als auch Styling etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt, als gewöhnliche Bärte. Man sollte sich also sicher sein, dass man diesen Bartstyle tragen möchte.

Bärte unterstreichen ja generell die Persönlichkeit und setzen Statements. Der Fu Manchu ist da etwas spezieller und nicht bei jedermann beliebt. Vor allem männliche, verwegene Typen, die abenteuerlustig, selbstbewusst und extravagant sind, sind die idealen Fu Manchu-Träger. Introvertierte Männer sollten lieber die Finger von dieser Bartform lassen.

Der Fu Manchu ist ein außergewöhnlicher Bart, der etwas Mysteriöses und Abenteuerliches, vielleicht auch eine Brise Böses, hat. Aber erstens mögen besonders extrovertierte Männer sowas und auch Frauen sind nicht abgeneigt, wenn Ihnen Dominanz und Männlichkeit in Form eines Bartes begegnet.

Fakt ist, ein Fu Manchu hinterlässt Eindruck und wird so schnell nicht übersehen. Vielleicht ist diese Bartform gerade deshalb eher etwas für kreative, sportliche Typen. In Berufen, in denen man viel Anzug trägt und seriös wirken muss, ist der Bart nicht unbedingt geeignet. Mit einem Fu Manchu wirkt man(n) eher cool, verwegen und sehr lässig.

Einen Fu Manchu wachsen lassen – wie geht’s?

Wichtigste Voraussetzung für einen Fu Manchu ist ein dichter Schnurrbart, am besten schon etwas länger zu den Seiten hin. Ideale Trimmlänge sind drei bis fünf Millimeter. Dann kann man die Kanten und Konturen einfacher definieren. Der Bart sollte auch nicht über die Oberlippe wachsen. Die Haare an Hals, Wangen und Kinn müssen komplett abrasiert werden.

Das funktioniert am besten mit einem Nassrasierer mit Rasierschaum. Mit einem Präzisionstrimmer können die Kanten des Bartes so geformt werden, dass man sie nach unten hin zu einem gebogenen Rahmen rechts und links um den Mund formen kann. Für ganz präzise Arbeiten eignen sich auch Minirasierer oder Rasiermesser, da diese exakter arbeiten. Die Grundform, ein dichter Schnurrbart, sowie die Seiten, die lang genug sind, um sich nach unten zu neigen, bilden den extravaganten Fu Manchu.

Was für Rasurprodukte braucht man für den Fu Manchu?

Für das Styling des Bartes selbst eignen sich Rotationsrasierer, Minirasierer und Rasiermesser sehr gut. Trimmer mit Präzisionsklinge sollten bei trockenem Barthaar genutzt werden, damit das Stutzen gleichmäßiger wird. Am besten nutzt man zum Trimmen einen Bartkamm. Ein gewöhnlicher Kamm tut es notfalls auch. Ob man für die Rasur der Wangen, des Halses und des Kinns einen Trocken- oder einen Nassrasierer nutzt, ist jedem selbst überlassen.

Für die Pflege des Bartes eignen sich die bereits erwähnten Bartkämme, aber auch Bartbürsten mit Naturborsten sind sehr gut. Für die Pflege nach der Rasur ist Bartöl perfekt. Es verringert Hautreizungen nach der Rasur und pflegt gleichzeitig das Barthaar mit Feuchtigkeit. Für das Zwirbeln und Stylen eignet sich am besten Bartwichse. Diese schadet dem Barthaar auch nicht, sondern gibt zusätzlich Struktur und Feuchtigkeit.

Die richtige Pflege ist wichtig

Ein Bart ist nicht einfach ein Bart. Auch dieser natürliche Körperschmuck bedarf einer Menge Pflege, denn ein Bart sollte gepflegt und ordentlich aussehen. Beim Fu Manchu ist es wichtig, dass die Haare über der Oberlippe schön kurz gehalten werden. Die „Ranken“ links und rechts können wachsen, müssen aber auch in Form gehalten werden, am besten mit Trimmern.

Wie bereits erwähnt, ist die Pflege und das Styling eines Fu Manchu aufwendiger als bei beispielsweise Drei-Tage-Bärten. Der Fu Manchu kann sehr schnell außer Form geraten und muss deshalb wirklich regelmäßig gepflegt werden. Bartwichse zum Stylen ist zusätzlich ein sehr gutes und hydratisierendes Bartpflegemittel. Auch die Wäsche des Bartes sollte regelmäßig erfolgen.

Hierfür genügt ein normales Haarshampoo. Wird der Bart regelmäßig gekämmt, kann er seine Form behalten oder überstehende Haare besser entdeckt werden. Die Kanten müssen besonders bei Männern, die schnellen Bartwuchs haben, regelmäßig modelliert werden, da der Fu Manchu sonst zottelig und ungepflegt aussieht. Wenn man alle Tipps und Pflegehinweise beachtet, kann man lange Zeit Freude mit seiner neuen Bartfrisur haben.


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